Nicht erfundene Erzählungen über den 2. Weltkrieg
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Die Russisch-Orthodoxe Kirche in der Kriegszeit
Bekenner: Verurteilung fuer den Kampf gegen das Boese

Priester Alexander
Ebenso war er Mitglied des Vollzugsausschusses dieser Vereinigung. Er fuehrte das Grundbuch der Versammlungen der Vereinigung und – so kann man vermuten –, verfasste alle wesentlichen Dokumente der Vereinigung, zu deren Zielen erklaertermassen die Eroerterung der Frage der „Verbreitung der evangelischen Prinzipien im ganzen Leben des Volkes, die Festigung der sittlichen Autoritaet der Geistlichkeit, die Vereinigung des glaeubigen Volkes in lebendigen gemeindlichen Einrichtungen und die Organisation des erfolgreichen Kampfes gegen das Boese, d.h. die Gottlosigkeit“ gehoerten.

Apr 3, 2009, 09:00

Die Russisch-Orthodoxe Kirche in der Kriegszeit
Heiliger Bischof und Chirurg: eine Hilfe fuer die Soldaten dort, wo es ihm anvertraut ist…

Erzbischof Lukas (Wojno-Jassenetzki)
Der Ausbruch des zweiten Weltkriegs fiel fuer den 64-jaehrigen Bischof mit der dritten Verbannung zusammen. Er schickte Kalinin ein Telegramm, in dem er schrieb: „In meiner Eigenschaft als Spezialist auf dem Gebiet der septischen Chirurgie kann ich den Soldaten an der Front oder im Hinterland Hilfe leisten, dort, wo es mir anvertraut wird… Nach Beendigung des Krieges bin ich bereit, in die Verbannung zurueckzukehren. Bischof Lukas.“

Feb 25, 2009, 09:00

Leningrader Blockade
Das Tagebuch von Tanja Sawitschjewa

Tanja Sawitschjewa
Die zwoelfjaehrige Leningraderin Tanja Sawitschjewa hat frueher angefangen ihr Tagebuch zu fuehren, als Anna Frank, das Opfer des Holocaust. Sie waren beinahe altersgleich und schrieben ueber dasselbe Thema – die Schrecken des Faschismus. Beide Maedchen sind ums Leben gekommen, ohne den Sieg miterlebt zu haben: Tanja im Juli 1944, und Anna im Maerz 1945.

Dec 22, 2008, 09:00 Tatiana Sinizina, uebersetzt von Valeria Kisseljowa

Krieg zu Lande
Ljudotschka

Sanitaeter waren auf sie gestossen. Sie konnten das Maedchen, das sich Ljuda nannte, kaum von der Leiche trennen. Die ganze Zeit schwieg sie. Nur ihre Schultern zuckten manchmal krampfhaft. In der ersten Zeit hat Ljuda auf keine Fragen geantwortet, erkundigte sich nur, wer sie umgab, und wo ihre Mutti war. Wir haben mit ihr mitgefuehlt, haben sie beruhigt und mitleidig geschluchzt.

Dec 1, 2008, 09:00 V. Korneeva uebersetzt uebersetzt von Valeria Kisseljowa

Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. G. Napojkin

Ich war in Kriegsgefangenschaft bis April 1945. Das waren die dunkelsten und schwersten Jahre in meinem Leben. Oft befand ich mich an der Grenze zum Tod, nur einen Schritt vom Tod entfernt. Heute bin ich 86 jaehre alt. Ich bin oft krank. Ich bewege mich mit grosser Muehe. Das Ende des Lebens kommt bald. Die Erinnerungen ueber die Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft fallen mir immer noch schwer. Ich werde kurz einige Momente beschreiben.

Nov 7, 2008, 09:00 Grigorij Grigorjewitsch Napojkin

Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. N. Kusmenko

N.I. Kusmenko
Ich will Ihrer Bitte nachkommen und meine Erinnerungen an die Zeit in der Gefangenschaft aufschreiben. Ab September 1940 diente ich im 6. Artillerieregiment als Soldat der ehemaligen Sowjetarmee, spaeter dann als Sergeant. Mit Beginn des Krieges wurde ich Maschinengewehrschuetze. Unseren sowjetischen Kom­mandeuren hatten wir zu verdanken, dass unser gesamtes Regiment im Sep­tember 1942 im besetzten Gebiet einge­kesselt wurde.

Oct 26, 2008, 09:00 Nikolaj Iossifowitsch Kusmenko

Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. Nikolaj Djatschenko

Ich, Nikolaj Iwanowitsch Djatschenko, geboren 1921, wurde am 19. Juni 1941 in die Armee einberufen. Auf den Krieg traf ich an der Grenze zu Polen. Am 29. Juli 1941 kam ich bei der Stadt Minsk in Gefangenschaft und wurde in das polnische Lager Ostroew Mazowiecka gebracht, wo ich mich zwei Monate lang befand. Besondere Erinnerungen an den Aufenthalt in dem Lager sind mir keine geblieben, da es ein Durchgangslager war.

Oct 3, 2008, 09:00 Nikolaj Iwanowitsch Djatschenko

Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. G. Donskoj

G.P.Donskoj
Der Kommandant des Repatriierungslagers war ein amerikanischer Offizier. Auf unsere Bitte, uns so schnell wie moeglich nach Hause zu schicken, antwortete er: «Keine Eile! Sibirien ist gross, es hat Platz genug fuer alle.« Wie recht er hatte! Doch uns zog es nach Hause, in die Heimat! Wir alle wussten, dass man uns nicht streicheln wuerde, trotz allem fuehlten wir eine soldatische Schuld.

Sep 19, 2008, 09:00 Grigorij Pawlowitsch Donskoj

Frauen im Krieg
Eine Bekanntschaft im Lazarett

Iraida Vassiljevna Starikova
Als ich Stepan Andrejewitsch zum ersten Mal sah, war er schon kein bettlaegeriger Kranker mehr, er konnte sich schon allmaehlich bewegen, nur aus dem Krankensaal kam er noch nicht. Und einmal wurde ich gebeten, ihm Buecher zu bringen. Als man ihn fragte, welches Buch er moechte, antwortete er:
- Shakespeare.
In der Bibliothek gab es keinen Shakespeare, aber ich hatte mein eigenes Buch, riesig dick, mit grauem Einband, das ich – stellen Sie sich vor, wie dumm – oft mitnahm.

Sep 5, 2008, 09:00 Iraida Vassiljevna Starikova, uebersetzt von Julia Lebedeva

Krieg zu Lande
Die Bruecke

Fuer das Kommando war es besonders wichtig, diese Bruecke zu zerstoeren, weil sie ein Teil der Nachschubmagistrale fuer die deutschen Truppen war. Der Befehl lautete: Die Bruecke ist unter allen Umstaenden zu sprengen. Unsere Partisanenabteilung hatte sich der Bruecke zuerst von der rechten, dann von der linken Seite zu naehern versucht, aber es hatte uns nichts gebracht als grosse Verluste.

Jul 12, 2008, 09:00 uebersetzt von Valeria Kisseljowa.



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