Home
Krieg zu Lande
Ljudotschka
Sanitaeter waren auf sie gestossen. Sie konnten das Maedchen, das sich Ljuda nannte, kaum von der Leiche trennen. Die ganze Zeit schwieg sie. Nur ihre Schultern zuckten manchmal krampfhaft. In der ersten Zeit hat Ljuda auf keine Fragen geantwortet, erkundigte sich nur, wer sie umgab, und wo ihre Mutti war. Wir haben mit ihr mitgefuehlt, haben sie beruhigt und mitleidig geschluchzt. Dec 1, 2008, 09:00 V. Korneeva uebersetzt uebersetzt von Valeria Kisseljowa
Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. G. Napojkin
Ich war in Kriegsgefangenschaft bis April 1945. Das waren die dunkelsten und schwersten Jahre in meinem Leben. Oft befand ich mich an der Grenze zum Tod, nur einen Schritt vom Tod entfernt. Heute bin ich 86 jaehre alt. Ich bin oft krank. Ich bewege mich mit grosser Muehe. Das Ende des Lebens kommt bald. Die Erinnerungen ueber die Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft fallen mir immer noch schwer. Ich werde kurz einige Momente beschreiben. Nov 7, 2008, 09:00 Grigorij Grigorjewitsch Napojkin
Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. N. Kusmenko
 |
| N.I. Kusmenko | Ich will Ihrer Bitte nachkommen und meine Erinnerungen an die Zeit in der Gefangenschaft aufschreiben. Ab September 1940 diente ich im 6. Artillerieregiment als Soldat der ehemaligen Sowjetarmee, spaeter dann als Sergeant. Mit Beginn des Krieges wurde ich Maschinengewehrschuetze. Unseren sowjetischen Kommandeuren hatten wir zu verdanken, dass unser gesamtes Regiment im September 1942 im besetzten Gebiet eingekesselt wurde. Oct 26, 2008, 09:00 Nikolaj Iossifowitsch Kusmenko
Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. Nikolaj Djatschenko
Ich, Nikolaj Iwanowitsch Djatschenko, geboren 1921, wurde am 19. Juni 1941 in die Armee einberufen. Auf den Krieg traf ich an der Grenze zu Polen. Am 29. Juli 1941 kam ich bei der Stadt Minsk in Gefangenschaft und wurde in das polnische Lager Ostroew Mazowiecka gebracht, wo ich mich zwei Monate lang befand. Besondere Erinnerungen an den Aufenthalt in dem Lager sind mir keine geblieben, da es ein Durchgangslager war. Oct 3, 2008, 09:00 Nikolaj Iwanowitsch Djatschenko
Krieg zu Lande
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener. G. Donskoj
 |
| G.P.Donskoj | Der Kommandant des Repatriierungslagers war ein amerikanischer Offizier. Auf unsere Bitte, uns so schnell wie moeglich nach Hause zu schicken, antwortete er: «Keine Eile! Sibirien ist gross, es hat Platz genug fuer alle.« Wie recht er hatte! Doch uns zog es nach Hause, in die Heimat! Wir alle wussten, dass man uns nicht streicheln wuerde, trotz allem fuehlten wir eine soldatische Schuld. Sep 19, 2008, 09:00 Grigorij Pawlowitsch Donskoj
Krieg zu Lande
Die Bruecke
Fuer das Kommando war es besonders wichtig, diese Bruecke zu zerstoeren, weil sie ein Teil der Nachschubmagistrale fuer die deutschen Truppen war. Der Befehl lautete: Die Bruecke ist unter allen Umstaenden zu sprengen. Unsere Partisanenabteilung hatte sich der Bruecke zuerst von der rechten, dann von der linken Seite zu naehern versucht, aber es hatte uns nichts gebracht als grosse Verluste. Jul 12, 2008, 09:00 uebersetzt von Valeria Kisseljowa.
Krieg zu Lande
Zoepfchens Tod
Als ich bei der Menge ankam, sah ich das Haus von Zoepfchen nicht. Da war weder das Haus, noch der Zaun, noch die Scheune, noch die Toilette, noch die Baeume, die um das Haus herum standen. Die Menschenmenge stand dichtgedraengt. Aufgerichtet konnte ich nicht durchkommen, deshalb bueckte ich mich und versuchte, mich zwischen den Leuten durchzuschlaengeln. Die Vordersten standen am Rande eines Granattrichters. Wenn zwei Erwachsene sich im Trichter aufeinander stellten, so blieben sie immer noch unter der Erdoberflaeche. Jan 19, 2008, 09:00 Generaloberst Jevgenij Alexandrovitsch Sosnovskij , uebersetzt von Maria Pritvorova
Krieg zu Lande
"In Stalingrad ist mein buergerliches Leben verbrannt"
 |
| Gerhard Dengler | Gerhard Dengler erlebte die Schlacht um Stalingrad als Hauptmann. In der aussichtslosen Lage im Kessel entschliesst er sich, sich der Roten Armee zu ergeben. Aug 5, 2007, 09:00 Gerhard Dengler
Krieg zu Lande
Es war bei Gomel
Ich werde ein wenig vorgreifen, doch das, was mir soeben in den Sinn kam, ist meines Erachtens sehr wichtig. Je laenger der Krieg dauerte, desto klarer wurde uns bewusst, dass die Unzulaenglichkeit der Technik nicht einfach daran hinderlich war, seine Arbeit zu tun, sondern die Gefahr um ein Vielfaches vergroesserte... Jan 25, 2007, 09:00 Verfasser M.Poselskij, übersetzt von Natalia Poludenko
Nach oben
|